Der botanische Name der Cranberry ist Vaccinium macrocarpon. Bei uns ist sie auch unter dem Namen großfruchtige Moosbeere oder Kranichbeere bekannt. Letzterer kommt von den Blüten, die, wenn sie sich im Wind bewegen, einem Kranich ähneln. Bereits die Pilgrim Fathers gaben der Pflanze diesen Namen (Crane Berry).
Die Cranberry gehört zur Familie der Heidekrautgewächse, zu der auch Preiselbeere und Heidelbeere zählen. Die große, dunkelrote Beere hat ein helles, knackig festes Fruchtfleisch und einen fruchtig-herben Geschmack. Cranberries lassen sich roh und getrocknet, als Fruchtsaft, Kompott oder Konfitüre verzehren. Gourmets schätzen Saucen auf Basis von Cranberries zu Wild- und Geflügelgerichten.
Cranberries weisen zum Teil weiße oder cremefarbene Streifen auf. Während der Verarbeitung entwickeln sie eine einheitliche rote Farbe.
Die Früchte enthalten viele gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe wie beispielsweise die sekundären Pflanzenstoffe Proanthocyanidine und Anthocyane, die für die Gesunderhaltung der Harnwege verantwortlich sind. Diese Substanzen bewirken einen Anti-Adhäsions-Effekt, das heißt bestimmte Bakterien, auch antibiotikaresistente Stämme, können sich nicht mehr an den Schleimhäuten der Harnwege festsetzen und Infektionen auslösen.
Cranberries weisen zudem noch andere wertvolle Inhaltsstoffe auf wie die Antioxidantien Anthocyanidin und Vitamin C, die freie Radikale unschädlich machen und Zellschäden entgegen wirken. In den Samen der Cranberries finden sich auch Omega-3-Fettsäuren und Vitamin E, die für die Gesunderhaltung des Herzens wichtig sind.
Beheimatet ist die Cranberry in Nordamerika, und dort wird sie auch hauptsächlich angebaut. Es gibt weit über 100 verschiedene Sorten. Die meisten sind Auslesen aus Wildvorkommen, die den Namen des Farmers tragen, der sie selektiert hat.
Geerntet wird sie in den Monaten November und Dezember. Es gibt zwei Methoden, um die Beeren zu ernten.
Ein kleiner Teil - ca. 5 Prozent - wird trocken geerntet. Dazu pflücken Arbeiter mit Hilfe spezieller Erntemaschinen die Beeren direkt von den Sträuchern.
Der größte Teil der Jahresproduktion wird nass geerntet. Dazu werden die Cranberryfelder unter Wasser gesetzt. Künstlich erzeugte Wasserstrudel lösen die Beeren von den Sträuchern. Die Cranberry besitzt vier Luftkammern, wodurch die Beeren an der Wasseroberfläche schwimmen. Sie müssen dann nur noch abgefischt werden.
